Mittwoch, 22. Februar 2017

MMM No. 20 - Carolyn Pajamas geblümt mit gelber Paspel

Seit ich meine Kleidung selber nähe, bin ich noch seltener als zuvor in Bekleidungsgeschäften unterwegs und dementsprechend uninformiert über aktuelle Trends. Nicht entgangen ist mir allerdings der Pyjama in einer der letzten Burda-Ausgaben (dafür musste ich ja auch in keine Fußgängerzone), verbunden mit dem Hinweis, diesen mit High-Heels und toller Handtasche auszuführen. Auch in Harpers Bazaar kann man sich z.B. hier über den gar nicht mehr so jungen Pyjama-Ausgeh-Trend informieren. Jetzt habe ich einen Pyjama genäht. Allerdings verbunden mit dem festen Vorsatz, damit weder die Kinder zur Schule zu bringen noch einkaufen zu gehen oder ähnliches.



 Ich habe den Schnitt Carolyn Pajamas von Closet Case Patterns gewählt. Bei der Größe habe ich mich genau an die Empfehlungen gehalten. Die Anleitung fand ich sehr gut, ich musste nichts trennen oder ändern, es war alles sehr gut verständlich.Aber - es hat auch echt lang gedauert, das Ding besteht in der Paspelvariante einfach aus richtig vielen Schnittteilen.
Mit Paspeln habe ich bisher kaum Erfahrungen beim Nähen. Aber nachdem ich schon im Oktober 2016 mitverfolgt habe, wie Frau Paspel persönlich ein Kleid nach dem anderen mit tollen Paspeln produziert hat und im Januar in Bielefeld erneut die meterweise Paspelverarbeitung mitverfolgen und bewundern konnte, war klar, dass ich Paspelnähen auch gernen können möchte.
Ein Schlafanzug schien mir das richtige Kleidungsstück für die Paspel-Erstbegegnung. Erstaunlicherweise (dem Reißverschlussnähfuß sei Dank) hat das gut geklappt und die gelbe Paspel wirkt sich doch sehr frisch auf den eigentlich gar nicht so leuchtenden Stoff aus.



Der Stoff stammt vom Tauschtisch in Würzburg - vielen Dank an die liebe Spenderin. Die Knöpfe sind aus Perlmutt und in nettester Nähgesellschaft ebenfalls in Würzburg erstanden.

Lange besitze ich meinen neuen Pyjama noch nicht, aber schon jetzt habe ich den dringenden Wunsch nach einem weiteren Pyjama aus Flanell und einem aus einem leichten Baumwollstoff. Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es hier auf dem MMM-Blog, heute von Katharina direkt aus New York moderiert.

Mittwoch, 8. Februar 2017

MMM No. 19 - Vogue 8873 und Esme

Heute gehe ich in zweien meiner meistgetragenen Nähkleidungsstücke aus dem Haus.


Den Esme-Cardigan von Named Patterns besitze ich in einer weiteren Version, genäht und verschenkt habe ich ihn auch schon. Die Taschen habe ich streng nach Anleitung genäht, bei zukünftigen Esme-Projekten werde ich mich allerdings an der bei Anne hier beschriebenen, sehr cleveren Idee orientieren, die hinteren Taschenbeutel direkt an das vordere Oberteil anzusetzen, dann entfällt die Teilungsnaht, die durch die klaffenden Taschen deutlich zu sehen ist.

Das Musterkleid (hier ausführlich beschrieben) sitzt mittlerweile sehr leger, jedes Mal, wenn ich es trage, bedauere ich es, dass ich nicht weitere Varianten besitze. Das muss sich ändern. Der Schnitt Vogue 8873 bietet viele Möglichkeiten: langer enger/weiter Rock, kurzer enger/weiter Rock, keine/ganz kurze/kurze/lange Ärmel und das jeweils miteinander kombinierbar. Zudem lässt sich sehr gut mit unterschiedlichen Stoffen spielen, da das vordere Oberteil genaugenommen zwei komplette vordere Oberteile sind, die übereinandergelegt genäht werden.

Mehr selbstgenähte Kleidung findet sich auf dem MMM-Blog, der heute das letzte Mal von Meike moderiert wird. Vielen Dank, liebe Meike, dass du so lange eine solch tolle Plattform mitgestaltet hast!



Mittwoch, 1. Februar 2017

MMM No.18 - Tropical Flowers

Heute trage ich Tropical Flowers, allerdings blumenfrei. Tropical Flowers heißt der Schnitt aus der Ottobre-Zeitschrift 2/2016, aus dem mein heutiges Kleid ist. Auf der Zeitschrift ist er auch auf dem Titel zu sehen.
  Statt Jersey griff ich zu Webware, statt tropischen Blumen gibt es hellbraun-dunkelbraun Kleingemustertes.


Ich trage das Kleid sommers wie winters gerne, allerdings stets mit Unterkleid (weil ungefüttert). Beim nächsten Mal würde ich kurze Ärmel dazukonstruieren, ganz ohne Ärmel gefällt es mir doch nicht so gut, vor allem, weil mir das Einfassen mit einem Schrägbandstreifen, wie es die Anleitung vorschlägt, nicht verlässlich genug gelingt. Gemütlich ist das Kleid sehr.


Manchmal überlege ich, ob ich nicht die Vorderteile aneinandersteppe. Ab und an klaffen sie über der Taille etwas auseinander. - Leider fällt mir das immer nur dann ein, wenn ich das Kleid anhabe. Deshalb ist dieser Plan bisher nicht umgesetzt.
Fotos gibt es heute nur ganz schlechte, aber da Dreikah-Karin heute das letzte Mal den MMM moderiert, habe ich beschlossen, unbedingt noch auf den letzten Drücker heute teilzunehmen. So, und jetzt winke ich sehr kräftig in Richtung MeMadeMittwoch-Blog. Adieu, liebe Karin, vielen Dank für die viele Zeit und Liebe, die du in die Blogmoderation gesteckt hast. Ich finde es wirklich wirklich toll, dass es den MeMadeMittwoch-Blog nun schon so lange gibt und sich begeisterte und begeisternde Nähbloggerinnen Zeit nehmen und die Mühe machen, einen solchen Fixstern im Nähuniversum zu erfinden, erhalten und weiterzuentwickeln. Dort gibt es auch heute wieder jede Menge Inspiration und Motivation rund um die selbstgenähte Kleidung.