Mittwoch, 6. April 2016

Das Kleid zum Wetter - MMM No. 9

Ich gehe heute Ton in Ton mit dem Wetter aus dem Haus. Neben dominierendem Grau-Blau noch ein paar Tupfen Hellgrau. Dass die Haare noch nass sind, ist Zufall Absicht und gehört zum Schlecht-Wetter-Konzept.
Ich trage heute B6018 von Butterick, das schon viel in Nähblogs gezeigt wurde (- zumeist schon länger her, ich bin ja häufig ein bisschen hinterher...Marja Katz zeigt hier eine tolle Variante, Sybille hier eine weitere). Mein B6018 startete sein Dasein als Weihnachtskleid, hier habe ich darüber berichtet.



Ich war mir sicher, dass das gute Stück viel Zeit im Schrank verbringen wird und nur zu seltenen Anlässen getragen wird. Aber - ich täuschte mich. Ich trage das Kleid viel im Alltag und plane eine weitere Variante.
 Vielleicht eine, die dann zu gutem Sommerwetter passt, aus leichtem Baumwollstoff,...
Auf jeden Fall würde ein weiteres Kleid ebenfall wieder die Oberseite der Ärmelaufschläge und die Oberseite des großen Kragens aus dem Stoff des Rockteils erhalten, das gefällt mir sehr gut.



Die Fotos sind alle etwas schief, das letzte verbliebene Familienmitglied außer mir ist auch das jüngste und musste mit mir um 7.20 Uhr aus dem Haus. Mehr Worte sind vermutlich nicht notwendig.

Wiebke führt heute im Knotenkleid auf dem MeMadeMittwoch-Blog die Riege der Damen in Selbstgenähtem an und fragt nach dem individuellen Empfinden, wenn Selbstgenähtes nachgenäht wird: Kompliment oder Katastrophe?

(Ich empfinde es als großes Kompliment, wenn jemand etwas selbst machen möchte, das er auf meinem Blog gesehen hat. Gleichzeitig versuche ich, darauf zu achten, dass ich meine eigenen Inspirationsquellen im Beitrag auch stets angebe. .... Falls sich da jemand übergangen fühlt oder Ergänzungen wünscht, bitte melden...)


Dienstag, 5. April 2016

Der Prada-Fortschritt

Ich bin meinen Projekten bisher treu geblieben... Allerdings - wenn ich die viele Schlange sehe - vielleicht werde ich doch noch schwach... und das, obwohl Schlange nun gar nicht in mein Stoff-Beuteschema passt(e)...

Aber zu meinen Fortschritten:

1. Der Miu Miu Häkel-Pullunder

Macht Fortschritte, allerdings musste der Plan geringfügig verändert werden, da dieses wunderbare hübsche Kaffeebraun momentan leider nicht zur lieferbaren Farbpalette gehört... Das Beige war mir zu kontrastreich mit Schwarz im Ringellook, deshalb werden Träger, Seitenansatz und unterer Abschluss nun einfarbig schwarz. Auch gut.  


 - Ich muss noch ein bisschen fleißig vor mich hin häkeln, aber immerhin, die Granny-Square-Fäden habe ich schon vernäht.

Meine Häkelerfahrung ist auf die Grundschule begrenzt und über Topflappen bin ich bisher nicht hinausgekommen. Deshalb drücke ich mich auch noch ein bisschen vor den Trägern, aber dank Sybilles Fotos bin ich optimistisch, mich da durchzuwursteln...(Außerdem möchte ich den Pullunder über einer schwarzen Bluse tragen, und schwarz auf schwarz, das wird schon gehen).


Sieht hier etwas verzogen aus, ist es eigentlich nicht...

2. Das Cape

Hierzu hätte ich einiges zu sagen. Zunächst die Hauptbilanz: es wird gut. Ich bin mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden. Es fehlen noch die Knöpfe und Knopflöcher, außerdem muss ich noch die Armlänge genau festlegen und ein paar Fäden nach innen ziehen. Ah ja, und bügeln. Ansonsten ist alles fertig.



Das Schnittmuster ist das Watson Jacket von Papercut Patterns. Papercut Patterns ist ein kleines  neuseeländisches Schnittmusterlabel. Noch nie habe ich so ein  hübsch verpacktes Schnittmuster gesehen. Der Pappkarton kann nach dem Ausschneiden als Aufbewahrungsbügel für den Schnitt dienen.
Die Schnittmusteranleitung ist ebenfalls sehr hübsch, allerdings würde ich auf ein bisschen was vom Design verzichten, wenn sich dafür ein paar mehr Markierungen auf den Schnittteilen finden würden bzw. die Zeichnungen hilfreicher wären. Bereits die ersten drei Schritte erforderten viel Nahttrenner-Einsatz. Ich hatte mich auf die sehr skizzenhafte Zeichnung verlassen, nach der die vorderen Teile der Pellerine unten gerade sind. Aber merke: die geraden Seiten des Pelerine-Vorderteils sind vorne am Revers anzunähen.

 

Danach war das Schlimmste geschafft, der Rest lief problemlos. Einzig die Ärmel habe ich enger gemacht, ich habe den Ärmelschnitt auf beiden Seiten jeweils 1-1,5cm geschmälert.

Für die Pelerine (also das Schulterumhang-Dings) ist vorgesehen, die Innenseite aus Futterstoff zu nähen. Das habe ich nicht gemacht, ich wählte meinen Außenstoff auch für die Innenseite. Auf einigen genähten Exemplaren, die im Netz zu finden sind, kann man erkennen, dass die Innenseite der Pelerine im Alltag immer wieder zu sehen sein wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein auffälliges Futter eine besondere Wirkung erzeugt, fand allerdings für mich das Cape in schlicht grau passender.


Ansonsten ist das Cape gefüttert und ich bin sehr zufrieden mit mir, dass ich das hinbekommen habe, habe ich doch noch nie eine Jacke mit Futter genäht. - War gar nicht so schwer.


3. Das Kleid-Projekt

Hier hänge ich noch ein bisschen durch und warte darauf, dass DER Schnitt bei mir an der Tür klingelt. Alternativ werde ich vermutlich auf Claudias Tipp hin das Gertie Coat Dress nähen, aber erst mal in "normal" und dann bei Zufriedenheit die Änderungen hin zu einer schmalen Version vornehmen. Das werde ich aber in den verbleibenden zwei Wochen keinesfalls schaffen... Deshalb erwäge ich jetzt, ob ich noch einen schmalen Rock mit Mustermix-Bahnen nähen sollte. Deshalb lautet mein guter Vorsatz, die ersten beiden Stück unbedingt und auf jeden Fall fix und fertig zu bekommen, alles andere wäre dann Kür (- sozusagen die Prada-Tasche der Kollektion).

Reichlich Schlange und tolle Teile sind auf dem MeMadeMittwoch-Blog zu entdecken, hier treffen sich die pradabegeisterten Selbermacherinnen zum Fortschritts-Austausch: klick.