Sonntag, 28. Februar 2016

Ein Stricktuch in einem Monat?! - SSKA Teil 4: Finale

Heute ist das große Stricktuch-Finale. Zeit für eine Bilanz. Ich habe nicht nur viel gelernt während des Tuch-Strickens, sondern vor allem richtig richtig viel Freude dabei gehabt. Bei meinen zuvor gestrickten Tüchern stand vor allem das Ziel im Vordergrund, bei dem jetzt gestrickten Rockefeller von Stephen West hat der Strickprozess selbst Laune gemacht... (Und  ich glaube, da bin ich nicht alleine...).




Bei mir ist heute erst 4/5- Finale. 4 von 5 Sections sind fertig. Das Tuch ist auch jetzt schon tragbar. Ich finde, ich könnte auch jetzt schon aufhören... wenn es nicht so einen Spaß machen würde!

Die Idee, mit mehr als zwei Farben zu arbeiten, finde ich nach wie vor gut. Meine ausgewählten Farben finde ich nach wie vor mittel, aber mittlerweile mittelgut, und nicht mehr mittelschlecht. Ob ich das Tuch nochmals stricke, hängt vor allem davon ab, wie viele andere tolle Tücher ich unbedingt noch vor einer zweiten Variante von Rockefeller stricken muss (Doodler! Vertice Unite! Fringed! Smooth Move! Iberian Discovery!).

Mein Tuch habe ich mit Drops Alpaca Wolle auf 3.5er Nadeln gestrickt. Ich könnte mir auch vorstellen, das Tuch nochmals mit dickerer Wolle in weiß und Grautönen zu stricken und dabei die Sectionen 4 und 5 ganz wegzulassen und das so entstehende Cape mit Knöpfen vorne zu schließen. Das sähe dann ungefähr so aus...


Ja, die letzten Fäden vernähe ich noch.
 Hier sieht man gut die fehlende zweite Spitze. Wird noch angestrickt. In lime und graugrün (das hätte Drops auch gut als "rauchblau" verkaufen können).


Ohne den SSKA hätte ich niemals angefangen und noch viel weniger fertig gestrickt! - Am allertollsten finde ich jedoch die gemeinsame Begeisterung und natürlich die Vielzahl an Ideen, Tipps und Inspirationen.... Vielen Dank an euch alle, vor allem an dich, liebe Monika! Ich lese mich jetzt durch die anderen tollen Finalposts und plane schon mal mein Tuch für den WSKA (-den gibt es doch, Monika?).

Mittwoch, 24. Februar 2016

Schlechte Fotos in schöner Umgebung - MMM No. 6

Mein ursprünglicher Plan lautete, euch die Kleidung, die ich am Winterurlaubs-Mittwoch trug, auch an selbigem Abend gleich zu präsentieren... Aber (ich jammerte schon bei den geringen Stricktuchfortschritten darüber) die gute Alpenluft, die viele Bewegung, die Höhe.... keine Chance auf einen Post, das Bett rief....

Nun folgen sie heute, die schlechten Fotos inmitten des schönen Schnees....



Den Mantel (Esme) habe ich im Rahmen des Brot-und-Butter-SewAlongs genäht und ich bin (wie so viele andere) sehr, sehr, sehr zufrieden mit dem von Monika entdeckten Schnitt. Die Länge habe ich schon ein wenig gekürzt. Es wird definitiv eine nächste Version geben, dann mit noch kürzerem Saum.
Ich habe alle Nähte zunächst zusammengesteppt und dann mit der Overlock versäubert. In die Schulternähte habe ich ein Framilonband miteingefasst, das die Form gut erhalten soll. Bei seiner Länge hat der Mantel doch ein ganz schönes Gewicht... Die Taschen finde ich optisch und funktional super. Einziger Wermutstropfen ist der Stoff, den ich in Verl während der Annäherung gekauft habe. Er fasst sich toll an, gefällt mir auch optisch sehr gut und weist bestimmt eine sehr gute Qualität auf - aber er zieht ziemlich schnell Fäden und der Gesamteindruck leidet doch zunehmend darunter. Ich habe tatsächlich schon ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich alle Nähte nochmals auftrenne wegschneide und die linke Seite als neue rechte Seite verwenden soll. Da zieht er aufgrund des anderen Musters auch keine Fäden. - Die fehlenden Zentimeterchen sollten bei Esme kein Problem darstellen... Mal sehen...Ansonsten wird er vom Ausgehmantel zum Hausmantel degradiert, dafür hatte ich ihn ursprünglich auch vorgesehen. Weil er jetzt aber so toll wurde, durfte er das Haus doch verlassen...

Das Tuch habe ich hier schon erwähnt. Ein Ajourrautenmustertuch aus Drops Alpaca. Ziehe ich sehr gerne an und ebenfalls im Rahmen von Brot-und-Butter entstanden.

Das Kleid  ist aus einem weichen Wollgemisch (ebenfalls in Verl erstanden). Das Futter ist senfgelb. Der Schnitt ist Butterick 5951, davon besitze ich schon zwei andere Versionen (diese und diese) und alle trage ich gerne. - Diese Version besonders gerne mit dem Senf-Tuch und meiner ebensofarbigen Strumpfhose (hier nicht so besonders häufig zu erahnen) und Senf-Kauf-Strickjacke. Befindet sich in Dauerrotation zwischen Schrank, mir und Waschmaschine.

Die Tasche ist Arya von machwerk in der mittleren Größe. Die Taschengriffe habe ich diesmal mit minimalem Aufwand abgearbeitet - Baumwollgurtband.


Angeregt von Antje, die sich heute Gedanken über einen Minimalkleiderschrank macht, denke ich über meine Garderobe nach. Das obige Kleid trage ich ausschließlich in der heute gezeigten Version, ich greife danach und überlege überhaupt nicht mehr, was dazu passen könnte. - Ebenso mache ich das mit der hier gezeigten Kombination aus Kleid, Jacke, Strumpfhose und Tuch. Vielleicht ist die Grundidee - sowohl beim Minimalkleiderschrank als auch bei meiner Vorgehensweise - dieselbe? - Entlastung in unterschiedlichen Hinsichten (Raum, Zeit, Gedanken,...)?  Das Nicht-Wählen ist bei der Kleidung ebenso wie z.B. beim Essen ja nun mal keine Option. Bestimmt gibt es noch viel mehr unterschiedliche Strategien, um die tägliche Vielfalt an Entscheidungs- und Wahlmöglichkeiten und -zwängen, auch im Kleiderschrank, einzugrenzen?

Viel mehr wunderbare Auswahl an gut angezogenen Menschen jedenfalls gibt es beim MeMadeMittwoch - klick!

Sonntag, 14. Februar 2016

Ein Stricktuch in einem Monat?! - SSKA Teil 3

Heute ist das dritte Tuch-Strickerinnen-Treffen - Fortschritte werden heute erwartet und gezeigt, gesammelt hier bei Monika.
Ich hatte große Hoffnungen in die letzte Woche gesetzt, weilte ich doch samt Familie beim Wintersport in den Alpen und die Nähmaschine durfte zuhause bleiben. Ideal zum Stricken, so schien es mir...
Was ich nicht bedachte: die viele Bewegung, die Höhe, die gute frische Alpenluft...spätestens um neun fielen mir die Augen zu, das verkürzte die Strickzeit doch erheblich...

Unzufrieden bin ich mit meinem Strickfortschritt dennoch nicht, das Stricken macht mir Spaß, immer wieder werden irgendwo am Tuch neue Teile angestrickt, mir gefallen die Ideen und Vorgehensweisen, wie die Westknits-Tücher entstehen. Es macht mir auch Spaß, das bei den anderen Tuchstrickerinnen mitzuverfolgen - vielen Dank für die vielen Einblicke durch Fotos und Texte!

Hier kann man den Ansatz ganz gut erkennen, graugrün wird an beige angestrickt.


Mit meiner Farbwahl bin ich weiterhin nur so mittelglücklich, aber da das sicher nicht das letzte Westknits-Tuch ist, das ich stricken werde, kann ich damit gut leben (-ich kaufe (wie immer) einfach Strümpfe in allen Farben, die im Tuch vorkommen, das erhöht die Kombinierbarkeit erheblich). Ich stricke weiterhin an "Rockefeller".

Trotz abendlicher Strickflaute sind ein paar Reihen hinzugekommen.

Nachdem ich viele Wochen im Jahr - zumindest unter Stoffkaufgesichtspunkten - damit hadere, im Süden Deutschlands zu leben (kein Maybachufermarkt, kein Stoff und Stil, kein Alfatex, seit einer Weile nicht mal mehr ein Karstadt in Stuttgart), entschädigen mich die Wochenenden und Wochen, die wir sommers und winters in den Alpen verbringen können, dafür... Und da möchte ich dann ausnahmsweise auch nicht tauschen...

 


Sonntag, 7. Februar 2016

Ein Stricktuch in einem Monat? - SSKA Teil 2



Heute findet das zweite Treffen der Summer-Shawl-Knit-Alongerinnen statt  - Monika hat dazu eingeladen…
Ich habe immerhin einen Plan vorzuweisen (- das hätte ohne SSKA schon mehr Zeit in Anspruch genommen als jetzt für das Gesamtprojekt vorgesehen):
Ich werde „Rockefeller“ von Westknits stricken – und zwar in einem Farbenmix aus Drops Alpaca.
Bild von hier
So weit, so klar. Mangels Drops-Wolleläden in der Umgebung habe ich die Farbkombi am Rechner ausgesucht und im Netz bestellt. In natura allerfings gefiel mir die gewählte Kombination aus camel, lime, hellgraugrün, graugrün und hellpetrol  nicht – ich haderte… aber nur kurz, der enge Zeitplan, ihr wisst Bescheid… 
Das ist die ursprüngliche, jetzt verworfene Farbkombi
Also befand ich camel, lime und graugrün (in dem ich kein grün erkenne..)  für sehenswert und habe schon begonnen, den ersten Musterteil daraus zu stricken. Petrol war mir viel zu leuchtend und hervorstechend im Vergleich zu den anderen Farben, daraus stricke ich (- beim SSKA 2017, das veranstaltest du doch, Monika? -) ein Iberian Discovery, ebenfalls von Westknits.

Von meinem zuletzt gestrickten  Tuch (hier gezeigt)  habe ich noch Wolle übrig, ebenfalls Drops Alpaca, diesmal in senfgelb. Ich bin bisher sehr angetan von der Drops Alpaca-Wolle, mich kratzt sie nicht. Ob sie schnell pillt, wird erst die Zeit zeigen…(- Ich erwähnte schon letztes Mal den Hersteller-Hinweis „zum Filzen geeignet“).  Als Farben für Rockefeller habe ich jetzt camel, lime, graugrün (in echt nicht ganz so hellblau wie auf dem Foto) und senfgelb festgelegt. Ich kann mir gut jede mögliche Zweierkombination zwischen den Farben vorstellen. Insgesamt benötige ich fünf unterschiedliche Kombinationen.

Das ist die neue Kombi.
Zur Rockefeller-Anleitung kann ich  noch nicht viel sagen, da ich noch in der gefühlten Endlosschleife  der ersten zehn Anweisungsreihen hänge, die kann ich aber immerhin schon auswendig.   

Ich habe bei „Yarn over Berlin“ die deutsche Anleitung bestellt. Da ich bisher allerdings kaum Strickpraxis und deshalb auch kaum Strickanleitungsleseerfahrung  besitze, kann ich keine großen Vergleiche anstellen. Meine bisherigen Erkenntnisse zur Anleitung:
Sowohl die englische als auch die deutsche Anleitung sind ohne Strickschrift und wenden sich an eher routiniertere Strickerinnen. Man merkt der deutschen Anleitung die englische Vorlage an („Die Wraps jeweils mit der dazu gehörigen Masche zusammenstricken - aha… “).
Bisher bin ich ganz zufrieden mit Anleitung, Wolle und Fortschritt und vor allem sehr beeindruckt, was die anderen Damen alles auf den Nadeln haben. Hier könnt ihr selbst staunen!

PS: Liebe Monika, vielen Dank für das Angebot eines zweiten Finales (- ich habe ja beim ersten Treffen sehr gejammert....). Noch hoffe ich, es nicht zu brauchen....


Mittwoch, 3. Februar 2016

Genäht und gestrickt! MMM No. 5

Ich trage heute dreimal MeMade - das Kleid, die Jacke und das Tuch habe ich selbstgenäht bzw. -gestrickt. Vermutlich auch deshalb ist das eine häufig getragene Kombi.



Das Kleid habe ich bereits hier schon einmal gezeigt, der Schnitt ist Butterick 5951 aka "das Tina-Kleid", der Stoff ein Schnäppchen von Marc Aurel aus Verl, ebenso das pinkfarbene Futter, das man manchmal hervorblitzen sieht.
 
Bei der Jacke handelt es sich um den Julia Cardigan von MouseHouse, das erste Mal habe ich ihn hier bei dreikah-Karin auf dem Blog entdeckt. Das laute Muster (ich mag gemusterte Stoffe ja gar nicht gerne) ist meiner Vorliebe für Schnäppchen geschuldet, für die ursprünglich vorgesehenen 25€/Meter hätte ich ihn ganz sicher nicht mitgenommen. Mittlerweile haben der Cardigan und ich uns angefreundet, auch wenn er nur in Kombination mit diesem Kleid und diesem Tuch aus dem Schrank darf. Aber eine neutralere Version ist im Rahmen des Brot-und-Butter-Projekts in Arbeit.


 
Das Besondere am Julia-Cardigan ist für mich das Schößchen, das nicht nur unten angenäht wird, sondern als Ring angesetzt wird und somit auch den Kragen bildet. (Bestimmt gibt es dafür auch einen mir leider nicht bekannten Fachbegriff - vielleicht hilft stattdessen die folgende technische Zeichnung auch? ). Bei meiner bunten Version ist der durchlaufende "Schößchen-Ring" eher unauffällig. Bei der nächsten Variante möchte ich diesen Ring in einer Kontrastfarbe nähen. Bei den zahlreichen schon zu bewundernden Varianten im Netz habe ich keine gefunden, die die Ärmel-Bündchen und den Schößchen-Ring farblich kontrastiert. Ich hoffe nun, dass es nicht daran liegt, dass diese aufgrund ihrer Optik sofort in die Tonne flogen...

(9) Name: 'Sewing : The Julia Women's Cardigan
Quelle der Abbildung: http://www.craftsy.com/pattern/sewing/clothing/the-julia-womens-cardigan/78250


Das Tuch war dank sehr dicker Wolle und entsprechenden Riesennadeln schnell gestrickt. Das Muster stammt aus einer "sabrina" (07/2013): "Dreieckstuch mit Ajourrautenmuster". Die Wolle habe ich im örtlichen Wolle-Rödel gekauft, weiß jedoch nicht mehr, wie sie heißt.


Vielen Dank an die junge Nachwuchsfotografin, die mich trotz Fiebers fast ohne Gemecker tapfer fotografierte - und zwar genau vier Mal.

Ebenfalls in Uni und Mustermix, in Kleid und Cardigan empfängt heute Karin alle gutgekleideten Damen auf dem MeMadeMittwoch-Blog: Klick!